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Mit digitalen Quellen gegen das Vergessen: #everynamecounts


Mehrere Klassen haben sich rund um den Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust an der digitalen Aktion #everynamecounts (jeder Name zählt) der Arolsen Archives beteiligt. Bei der Aktion werden Namen, Biografiedaten und Dokumente von Opfern des Nationalsozialismus digital erfasst, verifiziert und so für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um individuelle Schicksale sichtbar zu machen und Erinnerung lebendig zu halten.

Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler war mehr als ein symbolischer Akt: Im Rahmen des Projekts arbeiteten die Jugendlichen direkt mit Originalquellen wie Meldeunterlagen, Deportationslisten und persönlichen Dokumenten. Dadurch wurde aus passivem Konsum von Geschichte aktives Forschen und Quellenarbeit — ein zentraler Beitrag zur Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins. Die Arolsen Archives mit Sitz in Bad Arolsen in Hessen sind ein internationales Archiv, das Millionen von Dokumenten zu NS-Verfolgung, Zwangsarbeit und Flucht bewahrt und als zentrale Forschungs- und Erinnerungsstätte fungiert; ihre Bestände ermöglichen es, individuelle Lebenswege nachzuzeichnen und historische Zusammenhänge zu verstehen.

In den Unterricht eingebettet, sorgfältig vorbereitet und nachbereitet, ergab das Projekt, das von Geschichtslehrer Dominik Zuk koordiniert wurde, zahlreiche wichtige Gespräche über Erinnerung, Verantwortung und die Bedeutung historischer Quellen für das eigene Urteil.

Ein überraschend konkreter Lernmoment war für viele Schülerinnen und Schüler das Entziffern der alten Schreibschrift — allein diese Erfahrung machte Geschichte greifbar und weckte Neugier auf die Menschen hinter den Akten. Mittels digitaler Medien transkribierten und dokumentierten die Lernenden die gefundenen Informationen, nutzten Online-Datenbanken und Upload-Funktionen der Aktion und stärkten damit zugleich ihre digitalen Kompetenzen. Diese Verbindung von Quellenarbeit und digitalen Werkzeugen förderte Recherchefähigkeiten, kritischen Umgang mit digitalen Informationen und die Fähigkeit, historische Befunde sachgerecht zu dokumentieren.

Das Projekt war fest in den Unterricht integriert: Die Teilnahme wurde methodisch vorbereitet, die Quellenarbeit begleitet und die Ergebnisse im Anschluss gemeinsam reflektiert. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit den Dokumenten entstanden tiefgehende Gespräche über ethische Fragen, persönliche Verantwortung und die Bedeutung von Erinnerungskultur für die Gegenwart.

Die Aktion zeigte, wie digitale Erinnerungsarbeit und schulische Bildung zusammenwirken können: Sie vermittelte methodische Kompetenzen, förderte Empathie und stärkte das Bewusstsein für demokratische Werte. Dies ist ein weiterer Baustein der Gemeinschaftsschule für eine zukunftsfähige Erinnerungskultur und für die Demokratiebildung der Schülerinnen und Schüler.

Starkes Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur


Schülerinnen und Schüler unseres Religionskurses 10b gestalteten die offizielle Gedenkveranstaltung der KZ‑Gedenkstätte Kaltenkirchen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Rathaus. Zwischen den Redebeiträgen von Bürgermeister Stefan Bohlen und den musikalischen Beiträgen von Alexandra Lachmann präsentierten vier Schülergruppen unter Leitung ihres Lehrers Dominik Zuk ihre erarbeiteten Beiträge. Trotz des öffentlichen Rahmens zeigten die Jugendlichen eine bemerkenswerte Souveränität.

Die inhaltliche Vorbereitung wurde durch Impulse der Kulturwissenschaftlerin Susanne Sieger bereichert. Ihre kritischen Perspektiven auf Erinnerungskultur vertieften die Auseinandersetzung der Klasse. Begleitet wurde die Arbeit außerdem von Demokratiepädagogin Wencke Stegemann; Materialien von LidaSH unterstützten die Beschäftigung mit aktuellen Erscheinungsformen von Antisemitismus. Dieses Thema wird in weiteren Projekten fortgeführt.

In den vergangenen Wochen arbeitete die Klasse intensiv an historischen und aktuellen Menschenrechtsfragen. Ein Schwerpunkt war die Biografie von Werner Eckstein, der als sogenannter „Mischling 1. Grades“ ausgegrenzt, im KZ‑Kaltenkirchen inhaftiert und zur Zwangsarbeit gezwungen wurde. Die Verbindung seiner Lebensgeschichte mit der UN‑Menschenrechtserklärung machte eindrücklich deutlich, wie fragil Freiheit und Würde sein können.

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich zudem mit Hannah Arendts Konzept des „Rechts, Rechte zu haben“ auseinander. Am Beispiel Ecksteins wurde sichtbar, welche Folgen es hat, wenn Menschen nicht mehr als Teil einer politischen Gemeinschaft anerkannt werden und wie aktuell Arendts Warnungen bis heute sind.

Abschließend betrachteten die Jugendlichen Ecksteins Engagement nach 1945, sein Einsatz für Mitmenschen und seine politische Arbeit in der Politik. Die zugrunde liegenden historischen Quellen wurden vom Lokalhistoriker Thomas Käpernick erschlossen.

Die Gemeinschaftsschule am Marschweg ist stolz auf die intensive und reflektierte Arbeit der Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b. Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler setzen ein wichtiges Zeichen für historisches Bewusstsein und demokratische Verantwortung. Dass unsere Schule sich derzeit auf dem Weg zur UNESCO‑Projektschule befindet, unterstreicht, wie selbstverständlich dieses Engagement Teil unseres pädagogischen Selbstverständnisses ist.

Mit dem FranceMobil spielerisch im Klassenzimmer


Animation des FranceMobil in der Gemeinschaftsschule am Marschweg entfachte die Freude am Erlernen der französischen Sprache.

„Bonjour! Je m’appelle Audrey.“ Mit diesen Worten begann die Französischassistentin Audrey Li-Thiao-Té vom FranceMobil jeden Unterricht der vier Lerngruppen, die kürzlich an einer Schnupperstunde Französisch bei dieser Muttersprachlerin teilnahmen.

Das FranceMobil möchte ein bisschen Frankreich ins deutsche Klassenzimmer bringen. Dafür reist Frau Li-Thiao-Té durch die nördlichen Bundesländer, um Französisch auf unterhaltsame und ansprechende Weise in den Schulen vorzustellen.

Besonders aufregend war die Stunde für die Sechtklässler, die diese Sprache überhaupt noch nicht auf dem Stundenplan haben. Trotzdem waren sie in der Lage, sich in der fremden Sprache vorzustellen und auf die Anweisungen der Assistentin zu reagieren. So lernten sie beispielsweise Vokabeln zum Körper durch Nachsprechen und Anfassen und hoben einen Stift vom Boden auf, als plötzlich der Begriff „stylo“ fiel. Auch Wörter aus französischen Liedern erkannten sie und tippten dann auf die entsprechenden ausgelegten Bilder dazu. „Ich verstehe alles!“, äußerte sich ein Schüler überschwänglich.

Aber auch die erfahreneren Schülerinnen und Schüler stellten in kurzen Dialogen ihr Fremdsprachenkönnen unter Beweis. Sie erfuhren zudem spielerisch Wissenswertes rund um die Sprache, zum Beispiel, dass Französisch eine der meist gesprochenen Sprachen in der EU ist und von ca. 320 Millionen Menschen gesprochen wird. Am Ende waren sich alle einig: „Français, c’est super!“

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Durch Eis und Schnee zu Harry Potter


Die 8d besuchte das Orchester der Elbphilharmonie und wurde zu Klängen aus Harry-Potter-Filmen verzaubert.

Solch eine abenteuerliche Anreise zu einem Schulausflug gab es selten! Die 8d fuhr mit der Bahn nach Hamburg, um die Filmmusik aus drei Harry Potter-Filmen in der Elbphilharmonie zu hören. Aufgrund des Schneegestöbers dauerte die Fahrt aber viel länger als vorgesehen. Am Bahnhof musste man sich durch Eis, Schnee und Sturm kämpfen, und alle sahen vor Ort aus wie kleine Schneemänner.

Doch der Aufwand hatte sich gelohnt! Die Musik von John William begeisterte (fast) alle, und die Moderatorin bezog das Publikum immer wieder mit ein. So durfte das Stück „Double trouble“ mitgesungen werden, der Countdown zu „The knight bus“ wurde mitgezählt, und das „Quidditch-Spiel“ des Orchesters feuerte das Saalpublikum mit an.

Der große Saal der Elbphilharmonie füllte sich während der Vorführungen immer mehr, denn viele Schulklassen konnten aufgrund der Wetterlage nicht rechtzeitig anreisen. Viele von ihnen hörten sicherlich zum ersten Mal eine Profi-Sopranistin live singen und waren fasziniert von der Sängerin Sonja Bühler, die „Hedwig’s Theme“ präsentierte.

Am Ende bestaunten alle noch die Architektur des faszinierenden Gebäudes und erhaschten von oben einen recht diesigen Ausblick auf die Elbe und den Hafen. Dieser Winter-Ausflug war für alle eine große Freude!

Tolle Kooperation mit dem Gymnasium beim Weihnachtskonzert


Alle Jahre wieder findet am Gymnasium ein Weihnachtskonzert statt. Neben dem Chor und Orchester war dieses Jahr wieder die Musical-AB von Herrn Krüger und Herrn Gagelmann mit dem Stück „(M)ein Stern“ zu sehen und zu hören.

Die Geschichte dazu: Eine Gruppe Jugendlicher sieht, wie ein Stern vom Himmel fällt. Jeder möchte den Stern für sich haben, um sich damit einen ganz persönlichen Wunsch erfüllen zu können. In der Dunkelheit begeben sie sich auf die Suche nach ihm und finden ihn auch. Gemeinsam erkennen sie jedoch, wie egoistisch es ist, einen Stern für sich allein zu beanspruchen, und so lassen sie ihn am Ende wieder zusammen in die Höhe schweben.

Lesley Mürkens, Emily Köpke und Tiara Wetzel überzeugten in dem Stück in ihren Hauptrollen. Außerdem spielten in der AG mit: Lina Bunge, Charlotte Angermann, Mina Kusak, Ylvie Marquardt, Summer Ortscheid, Maja Stirnat, Hasti Ardalan, Shadiya Elmi Adan und Alina Yefimenko. Für den reibungslosen technischen Ablauf sorgten Reyk Günther, Paul Hübner sowie Michael Adobor.

Alle hatten vorher ganz fleißig geprobt und wurden von den Zuschauern in der ausverkauften Bürgerhalle mit einem großen Applaus belohnt. Ihr wart großartig, macht weiter so!

Theaterbesuch


Passend zur Unterrichtslektüre „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ besuchten die 5. Klassen am 12.12.2025 die gleichnamige Aufführung der Hamburger Kammerspiele. Für viele Kinder war es der erste Theaterbesuch ihres Lebens – entsprechend groß war die Aufregung. Die Geschichte der beiden ungleichen Freunde beschäftigt die Schülerinnen und Schüler bis zu den Weihnachtsferien. Dann wird auch der Film gemeinsam in der Aula geschaut. (Text & Bild: A. Weißer)

Auf Wiedersehen!


„Ein Abschied ist nicht das Ende. Es ist das, was bleibt, wenn das Sichtbare geht.“ – Leonie Jung

Liebe Schüler*innen und Lehrer*innen,

danke für die offene, herzliche Zeit an der Gemeinschaftsschule am Marschweg. Durch euch durfte ich viele wertvolle Momente rund um Mental Health erleben und begleiten.

Leider wird das Modellvorhaben „Mental Health Coaches“ zum Jahresende 2025 bundesweit eingestellt, daher endet meine Arbeit an der Schule bereits am 17.12.2025.

Ich bin dankbar für alle Begegnungen, Gespräche und für euren Mut, mentale Gesundheit wichtig zu nehmen. Jede*r von euch geht seinen Weg – und ihr habt mir gezeigt, wie stark ihr seid.

Vielleicht sehen wir uns in den nächsten Wochen noch einmal persönlich oder bei einem der letzten Gruppenangebote.

Auf Wiedersehen!

Eure

Angela Moßner

Mental Health Coach

Vorlesewettbewerb (02.12.2025)


Wie jedes Jahr nimmt auch unsere Schule wieder an dem beliebten Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels teil. Dazu sind bundesweit alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen zum Mitmachen aufgerufen. Die zuvor ermittelten besten Vorleser der einzelnen Klassen messen sich dabei in zwei Kategorien: Zunächst dürfen die Kinder ein eigenes Buch vorstellen und eine ausgesuchte und eingeübte Passage vorlesen, bevor sie im zweiten Teil des Wettbewerbs einen ihnen fremden Text vorlesen. Anschließend werden die Kinder von einer Jury – bestehend aus den Deutschlehrern dieses Jahrganges sowie den beiden bestplatzierten Schülerinnen und Schülern des Vorjahres – bewertet.

1. Platz

Emma Steinbrecher

2. Platz

Nina Bracker

3. Platz

Robin Voß

4. Platz

Lia Schmidt

5. Platz

Luca Janus

In diesem Jahr setzte sich Emma Steinbrecher aus der 6c knapp gegen ihre MitschülerInnen durch. Die Jury hatte sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, da Emma mit Nina Bracker (6b), Robin Voß (6e), Lia Schmidt (6d) und Luca Janus (6a) eine wirklich starke Konkurrenz hatte. Wir gratulieren Emma ganz herzlich und drücken ihr die Daumen für den schulübergreifenden Kreiswettbewerb.

Sabine Möller, OStRin

(Fachschaft Deutsch)