Lernen für morgen: GAMs besuchen die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer
Mehrere Klassen besuchten unter dem Leitgedanken „Grenzen überwinden“, dem zentralen Motto 2026 der UNESCO-Projektschulen, die Gedenkstätte Lübecker Märtyrer. Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit der Geschichte der Lübecker Geistlichen auseinanderzusetzen und zugleich Bezüge zur eigenen Lebenswelt herzustellen. Gemeinsam mit Jochen Proske, dem Leiter der Gedenkstätte, arbeiteten die Jugendlichen altersgerecht zum Thema gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dabei verglichen sie eigene Erfahrungen mit dem mutigen Handeln der Geistlichen während der NS-Zeit, um daraus individuelle Strategien für Zivilcourage und ein respektvolles Miteinander zu entwickeln. Nach der produktiven Arbeit in der Gedenkstätte blieb bei herrlichem Wetter noch Zeit, die Lübecker Altstadt und das UNESCO-Welterbe an der Trave zu erkunden.
Am folgenden Tag wurden die neu gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen eines Projekttages aufgegriffen und weiter aufbereitet, sodass die Inhalte in der gesamten Schulgemeinschaft weitergetragen werden können.
Die Fahrt zur Gedenkstätte, organisiert vom Geschichtslehrer Dominik Zuk, zeigte zudem, wie wertvoll außerschulische Lernorte für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen sind. Durch die direkte Begegnung mit historischen Schauplätzen und die fachkundige Begleitung erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Zugang zur Geschichte, der weit über den regulären Unterricht hinausgeht. Viele von ihnen beschrieben den Besuch als eindrucksvoll, weil er ihnen verdeutlichte, dass demokratische Werte, Toleranz und Menschlichkeit keine abstrakten Begriffe sind, sondern im Alltag aktiv gelebt und verteidigt werden müssen.
Ermöglicht wurde die Exkursion durch die Unterstützung der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten. Der Besuch machte deutlich, wie wichtig es bleibt, aus der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten.



















