Von Jugendlichen für Kinder – gemeinsam für mehr Medienkompetenz und Sicherheit im Netz!


Wie können Kinder sicher und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen? Und wie lassen sich Themen wie Cybermobbing, Hate Speech oder Cybergrooming verständlich und altersgerecht vermitteln? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 im Rahmen des Projekts „Blockalot Kids“.

In mehreren Workshops setzten sich die Jugendlichen intensiv mit Chancen und Risiken der digitalen Welt auseinander. Das innovative Projekt wurde von Dr. Nico Nolden konzipiert und geplant, von der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e. V. (AKJS) durchgeführt und von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) unterstützt. An der Gemeinschaftsschule am Marschweg koordinierte und begleitete Lehrer Dominik Zuk die Umsetzung des Projekts.

Im Mittelpunkt der Workshops stand die Open-Source-Spielwelt Luanti, die in ihren kreativen Gestaltungsmöglichkeiten an das beliebte Computerspiel Minecraft erinnert. Hier konnten die Jugendlichen eigene interaktive Lernwelten entwickeln und ihre Ideen praktisch umsetzen.

Dabei beschäftigten sie sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Cybermobbing: Wie können wir Mobbing im digitalen Raum erkennen und Betroffene unterstützen?
  • Hate Speech: Wie gehen wir mit Hass und Beleidigungen im Internet um?
  • Cybergrooming: Wie können wir uns vor sexuellen Übergriffen und gefährlichen Kontaktversuchen im Netz schützen?
  • Mediensucht: Wie gelingt ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien?

Die Jugendlichen setzten ihre Erkenntnisse kreativ um und gestalteten digitale Lernräume, in denen jüngere Kinder diese wichtigen Themen auf spielerische Weise entdecken können. So wurden sie selbst zu Gestalterinnen und Gestaltern von Medienbildungsangeboten.

Das Besondere an „Blockalot Kids“ ist der Perspektivwechsel: Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur selbst etwas über digitale Gefahren und einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien, sondern entwickeln eigene Ideen, um ihr Wissen an jüngere Kinder weiterzugeben.

Durch die Verbindung von Spiel, Kreativität und gemeinsamer Projektarbeit werden Medienkompetenz und kritisches Denken gefördert. Gleichzeitig erfahren die Jugendlichen, dass sie die digitale Welt nicht nur nutzen, sondern auch aktiv und verantwortungsvoll mitgestalten können.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und soll neue Impulse für die Medienbildung sowie den Kinder- und Jugendschutz liefern. Die Erfahrungen aus den Workshops können dazu beitragen, innovative Ansätze zu entwickeln, mit denen Kinder und Jugendliche für die Herausforderungen der digitalen Welt sensibilisiert werden.

Die Teilnahme der Gemeinschaftsschule am Marschweg an dem Projekt „Blockalot Kids“ zeigt, wie sich digitale Technologien sinnvoll in Lernprozesse integrieren lassen und wie junge Menschen Verantwortung für sich und andere übernehmen können.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und die spannenden Einblicke in die Möglichkeiten einer kreativen und verantwortungsvollen digitalen Bildung.